Ostdeutschland gehört dringend wieder auf die Tagesordnung deutscher Politik!

Der Verantwortliche für den Aufbau Ost, Christian Hirte hat festgestellt, dass der Aufbau Ost ins Stocken geraten sei.

Ursache sei die Demografie also der Wegzug von jungen Leuten, aber auch das Gefühl der Menschen immer noch als Menschen zweiter Klasse wahrgenommen zu werden.

Bodo Rammelow, der linke Ministerpräsident von Thüringen, äußerte am 26.9.2018 in einem Fernsehinterview der Heute- Sendung des ZDF, bei Klaus Kleber, dass die Ostdeutschen sehr fleissig sind, aber z.B. die Steuerveranlagung Ihrer Betriebe vorwiegend im Altbundesgebiet passiere.

Dadurch würde sinngemäß immer noch eine Ungerechtigkeit konserviert. In der Regel sei man nur die verlängerte Werkbank des Westens!

Im Rückblick muss erinnert werden, dass im Osten sehr große und nicht automatisch unwirtschaftliche Produktionsbetriebe durch die Währungsunion 1990 plötzlich keinen Absatz mehr im traditionell eng verbundenen Ostblock erzielten.

Kombinate wie Robotron- Elektronik, das Stahl- und Walzwerk Riesa, das Fortschritt Landmaschinen-Kombinat, das MZ-Motorradwerk in Zschopau, das Simson -Mopedwerk in Suhl oder gut laufende Werften wurden abgewickelt, aber häufig ohne wirklich ambitionierte und nachhaltige Bemühungen der Treuhand diese in vielen Fällen gut aufgestellten Betriebe zu retten.

Frau Göring- Eckardt vom Bündnis 90, die Grünen sieht. laut einem Interview im Deutschlandfunk am 27.089.2018 immer noch das Problem, dass auf die Biografien ostdeutscher zu wenig eingegangen werde. So würden die Ostdeutschen zum Beispiel kaum etwas erben. Auch schwämmen die Kommunen im Osten nicht so im Geld wie in Bayern. Zudem sind große Behörden- eigenartigerweise vorwiegend in Berlin oder dem Altbundesgebiet angesiedelt worden(von 24 Behördenumsiedlungen nur 4 in Ostdeutschland). Bayern hat bewiesen dass sich zum Beispiel durch Ansiedlung von staatlichen Fachhochschulen in ländlichen Gebieten sehr erfolgreich Strukturschwächen überwinden lassen.

Die jetzt geplante Arbeitsgruppe bei der Bundesregierung(unter Leitung des Bayern Horst Seehofer) oder besser die Zukunftskommission Ost- die seit dem 26.09.2018 Ihre Arbeit aufgenommen hat, sollen jetzt binnen eines Jahres Konzepte zur Verbesserung der oben gennannten Problemstellungen gefunden werden.

Es sollte der im Fazit der Grundsatz gelten, Strukturschwächen zu beheben sowie gerechte steuerliche Verteilung sichern(Körperschaftssteuer).

Ostbashing wie am Beispiel Chemnitz oder Köthen zu sehen, sei kontraproduktiv , so Christian Hirte, der Ostbeauftragte der Bundesregierung:

„Die wirtschaftlichen Erfolge beim Aufholprozess im Osten aber würden derzeit überlagert von gesellschaftlichen Debatten, sagte Hirte. Er verurteilte fremdenfeindliche Übergriffe in Ostdeutschland – warnte aber zugleich vor einer „Stigmatisierung“ des Ostens. „Wir müssen aufpassen, nicht ganze Regionen in Misskredit zu ziehen.“

Die Probleme im Osten seien unbestreitbar, sie würden aber zum Teil verzerrt dargestellt. Die Medien hätten über Ausschreitungen in Köthen und Chemnitz größer berichtet als über solche etwa in Dortmund. „Die mediale Wahrnehmung überspitzt das Problem im Osten.“ Die übergroße Mehrheit der Ostdeutschen habe mit „rechtsradikalen Spinnern“ nichts zu tun.“

LINK: Ostbeauftragter Christian Hirte warnt vor Ostbashing

Dem bleibt nichts hinzuzufügen!

Foto- Quelle T-Online

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