Schulterschluss des Westens sollte nie geopfert werden, Amerikanischer Präsident mit egoistischem Patriotismus leider auf dem Holzweg!

Gestern betonte Donald Trump nicht etwa den Schulterschluss des Westens, sondern prägte den Grundsatz, dass jede Nation sich schon selbst um ihre Sicherheit kümmern müsse. Parallel lehnt er Handelsabkommen zwischen Europa und den USA weitgehend ab. Das klingt zwar gut für ehemals enttäuschte Wähler im Rost-Belt, wie das Gebiet der Eisen-und Kohlenindustrie im mittleren Westen genannt wird , ist aber für die Erhaltung des westlichen Wirtschafts-und Wertesystems mittelfristig bedenklich- und kann sogar zu dessen Untergang führen!

Wie komme ich zu diesem Schluss?

Die nach dem zweiten Weltkrieg gefundenen wirtschaftlichen und militärischen Agreements innerhalb des Westens hatten letztlich den Sieg des marktwirtschaftlichen Wirtschaftsystems über die Planwirtschaft des Ostblocks erst ermöglicht.

Exponierte Vertreter einer engen Verzahnung des Westens, wie die Präsidenten Georg Bush, Ronald Reagan(Tear down this Wall Mr.Gorbatschov) Bill Clinton, oder Barack Obama, erscheinen im nach hinein, wie Helden aus längst vergangenen Zeiten-haben aber Vieles vom amerikanischen Erfolg der letzten Jahrzehnte überhaupt erst möglich gemacht!

Der jetzt präferierte patriotische Egoismus der USA, der geplante Brexit in Großbritannien- den Trump so lobt- sind letztlich der irrationale Abgesang auf ein bewährtes Bündnis und das Einfallstor für staatmonopolistische Wirtschafts- und Militärkonzepte in die zukünftige Weltpolitik.

Die positive Ausstrahlung des demokratischen, westlichen Wertesystems, welches nach dem 2.Weltkrieg viele andere Nationen stark beeindruckte, weicht jetzt den Zaunbauten nach Mexico, den Handelszöllen und der Nabelschau mit dem Slogan: America First!

Anscheinend sind sich viele in den USA aber noch nicht bewusst, dass dieser Egoismus zwar im Moment richtig erscheint, aber die Abkehr gegenüber Europa, Australien, Japan und Kanada, mit fast 800 Mio Bürgern, die auf Basis westlicher Werte leben- die zukünftigen wirtschaftlichen und militärischen Fähigkeiten der USA mittelfristig sogar stark einschränkt.

Selbst strategische Politiker, wie etwa der ehemalige amerikanische Botschafter in Deutschland, Jeff Kornblum betonen gerade selbstbewusst, dass die USA wirtschaftlich und militärisch ungeheuer stark seien und sich eine solche Besinnung auf America First gerade jetzt, leisten können.

Sie vergessen aber, dass es bei genauer Überlegung mittelfristig unbedingt notwendig ist, dass die USA ihre gemeinsame Wagenburg, ihren gemeinsamen Supermarkt und ihren Wertekanon mit den bekannten und hochentwickelten westlichen Partnern aufrecht erhalten.

Jetzt fangen sogar- die etwas langsamen Europäer bereits an- sich politisch und militärisch zu bewegen- und werden so wie es aussieht- leider nie wieder in gewohnter solidarischer Manier- mit den USA zusammenarbeiten.

Diese Kurzsichtigkeit ist die Kehrseite des jetzt forcierten patriotischen Egoismus der USA. Es ist weltpolitisch gesehen zudem ein Fehler, den Westen für Allianzen mit menschenrechtlich und handelsrechtlich noch unsicheren Staaten zu opfern.

Im Fazit verspielen die USA gerade beim zu engen Blick nach innen, viel gewachsenes internationales Vertrauen und zukünftig möglicherweise auch viel politischen und wirtschaftlichen Einfluss im Westen und in der Welt!!! Das ist schade.

Noch Fragen???

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