Kohlegewinnung kann nicht ohne Mitsprache der Betroffenen eingestellt werden!

1.)Braunkohle sichert immer noch 300.000 Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen und mehr als 50.000 in Ostdeutschland(Bezug: mit angegliederten Dienstleistungsarbeitsplätzen)

Die Braunkohle als einer der letzten einheimischen Rohstoffe, ist geeignet als Grundlastenergie, also auch bei Sonnenflauten und/oder weitgehend windfreien Tagen steht sie sicher zur Verfügung.

In der Lausitz in Ostdeutschland ist die Kohleverstromung aus Braunkohle zur Zeit konkurrenzlos in ihrer strukturerhaltenden Bedeutung- in einer Gegend- in der es sonst wenige bis keine Einkommensalternativen gibt.

Das Primat der Lebensgrundlagen der Menschen lässt sich nicht einfach durch gebietsferne Klimaschutzbetrachtungen von gebietsfremden Akteuren wegdiskutieren.

Interessant war und ist dazu die Dokumentation in der Frontal- 21- Sendung des ZDF vom 10.9.2018.

https://www.zdf.de/politik/frontal-21/ausstieg-aus-der-braunkohle-100.html

2.)Genehmigte Vorhaben des Braunkohleabbaues, wie jetzt durch RWE in einem langen Genehmigungsverfahren im Gebiet des Hambacher Forsts betrieben, können in einem demokratischen Rechtsstaat auch nicht einfach rückgängig gemacht werden.

Recht muss für Alle gelten auch für Braunkohlegegner, die in den umfangreichen Genehmigungsverfahren zu großen Teilen Einfluss nehmen konnten.

Die Art und Weise der Auseinandersetzungen von sogenannten Umweltaktivisten mit 6 Jahre langem Baumhausbau sowie dem jetzigen Steinewerfen und Fäkalienverkippen auf Polizeibeamte im Hambacher Forst ist dennoch eskaliert, obwohl die Beschlüsse zum weiteren Kohleabbau lange durch die ehemalige Rot-Grüne Regierung in NRW getroffen wurden.

Interessant ist dazu die Kolumne des Focusjournalisten Ulrich Reitz unter folgendem Link:

https://www.focus.de/politik/deutschland/angespitzt/angespitzt-kolumne-von-ulrich-reitz-die-wutbuerger-aus-dem-hambacher-forst-oder-was-man-so-alles-darf-wenn-man-klima-aktivist-ist_id_9600857.html

3.)Während es im Hambacher Forst um die Rodung von ca. 200 ha Wald geht, könnten für Windkraftanlagen nach bisheriger Planung bis 2 Prozent des Landeswaldes in NRW mit vielen Tausenden Bäumen gerodet werden.

Dies betrifft zum Beispiel auch den Aachener Stadtwald in dem Rotmilan, Uhu, Wildkatze und viele andere geschützte Arten leben.

Die dortigen Naturschützer äußerten sich in der Sendung WestPol auf WDR am 16.9.2018 enttäuscht darüber, dass es hier kaum Jemanden gäbe, der die Windkraft- Waldrodungen verhindern helfe. https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/westpol-wald-oder-windkraft-100.html

Glücklicherweise hat der jetzige CDU –Umweltminister von NRW nicht vor, weitere Waldflächen als Windkraftstandort zu nutzen, so wie es die ehemalige Rot-Grüne Landesregierung in NRW vorher in großem Umfang zuließ.

4.)Fazit: was Recht ist, muss Recht bleiben und wo Kohlegewinnung immer noch strukturbestimmend ist, kann sie nicht ohne Mitsprache von Gewerkschaften, Bürgermeistern und Landespolitikern vom grünen Tisch aus eingestampft werden.

Noch Fragen ???
Lausitzer Braunkohlerevier Welzow; Foto: Claudia Lippert MWE

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