Noch ein paar Worte zum exzellenten Freund der Deutschen: Georg H. W. Bush

Er der 41.Präsident der vereinigten Staaten von Amerika starb am 2.Dezember 2018 im Alter von 94 Jahren.

Georg H. W. Bush hatte sich als ehemaliger CIA-Chef sowie als Vizepräsident unter Ronald Reagan bereits als Freund der Deutschen erwiesen

So war er u.a.  mit dem Deutschen General Manfred Wörner befreundet und konnte sich zur Zeit des Zusammenbruchs des Ostblocks als wesentlicher Vater der Deutschen Einheit neben Helmut Kohl und Michael Gorbatschow, neben Hans-Dietrich Genscher und dem amerikanischen Außenminister James Baker etablieren.

Die Wiedervereinigung, die man selbst seit 1945 stets gefordert hatte, wurde nicht abgelehnt, sondern als Erfüllung eines langfristigen Ziels westlicher Politik nachdrücklich begrüßt.

Präsident Bush und Außenminister Baker hoben lediglich die Notwendigkeit hervor, den Einigungsprozess mit der konstruktiven Entwicklung der amerikanisch-sowjetischen Beziehungen in Einklang zu bringen. Außerdem müsse die Vereinigung der beiden deutschen Staaten sich innerhalb der Institutionen von NATO und Europäischer Gemeinschaft vollziehen und die Rechte und Verantwortlichkeiten der Vier Mächte berücksichtigen.

Während Franzosen und Briten somit aus historischer Erfahrung eher rückwärtsgewandt argumentierten und an die frühere Bedrohung durch das Deutsche Reich erinnerten, blickten die Amerikaner nach vorne und suchten „eine neue Architektur für ein neues Zeitalter“ zu entwickeln, wie Außenminister Baker am 12. Dezember 1989 in Berlin bemerkte.

 US-Präsident George Bush zum Vereinigungsprozess in Deutschland

[…] Ich teile die Sorge mancher europäischer Länder über ein wiedervereinigtes Deutschland nicht, weil ich glaube, dass Deutschlands Bindung an und Verständnis für die Wichtigkeit des (atlantischen) Bündnisses unerschütterlich ist. Und ich sehe nicht, was einige befürchten, dass Deutschland, um die Wiedervereinigung zu erlangen, einen neutralistischen Weg einschlägt, der es in Widerspruch oder potenziellen Widerspruch zu seinen NATO-Partnern bringt. […]

Helmut Kohl sagte über Georg Herbert Walker Bush:

«Für uns Deutsche war der amerikanische Präsident ein Glücksfall»,

Immer wieder berieten die beiden Männer damals über den Gang der Geschichte. Bush bastelte damals bereits an einer «neuen Weltordnung», eine friedliche Welt jenseits der Block-Konfrontation – die allerdings niemals zustande kam.

LINK ZEITSCHRIFT ZEIT:

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Mit einem Staatsakt haben die USA Abschied von ihrem verstorbenen früheren Präsidenten George H. W. Bush genommen. An der Trauerfeier in der Nationalen Kathedrale in Washington nahmen Staats- und Regierungschefs aus aller Welt teil, unter ihnen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Die Zeremonie am Mittwoch in der Washington National Cathedral wirkte wie eine große Demonstration nationaler Einheit – was in den USA angesichts des oft vergifteten Klimas zwischen beiden politischen Lagern selten geworden ist. US-Präsident Donald Trump und seine Ehefrau saßen während des Gottesdienstes in einer Reihe mit seinen Amtsvorgängern Barack Obama, Bill Clinton und Jimmy Carter sowie deren Ehefrauen. In der Nähe saßen auch der älteste Sohn des Verstorbenen, Ex-Präsident George W. Bush, und seine Frau Laura.

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