35.Gedicht, Energiepolitik für Naive, ©Frank Sander, 14.11.2018

 

1)Deutschland Schluss mit Kohle macht

die Kumpel werden entlassen

die Menschheit über Deutschland lacht

Verdienste schnell verblassen

2)Offene Gruben werden verschlossen

Idioten herrschen unverdrossen

Denn Energie aus Sonne und Wind

stabilen Strom heut noch nicht bringt

3)Die Batterien, die gibt’s noch nicht

die Sonne und Wind speichern müssen

Intoleranz und Weltbeschränkung

lassen offenen Blick vermissen

4)Die Nachbarn verstromen Kernkraft und Kohlen

die Deutschen lügen unverhohlen

von Ihrer sauberen Energie

denn ohne Nachbarn geht es nie

es gibt nur Mischenergie

5)Das CO² sich einsparn lässt

mit Kernkraft und Brennstoffzelle

Wer nicht ergebnisoffen forscht

der ist beschränkt statt helle

6)Idioten hausen Fäkalienwerfend

wie Affen im Kohlegebiet

negierend Staatsmacht und Polizei

Neandertalergemüt.

7)Das sind Umweltaktivisten

hört, hört- die Presse berichten

Im Kern fehlt aber Objektivität

auch fehlt das Herz von Christen

8)Denn Nächstenliebe treibt sie nicht

und Eigentumsrecht ihnen fremd

die Kinder der 68 er

naiv und im Büßerhemd

Fazit:

8)In Deutschland zahlen alle Leute

viel mehr für Energie

als Jeder andre Europäer

Grüne erwähnen das nie

 

NOCH FRAGEN?

 

Quelle Foto oben

LINK 1- 60 Milliarden für Kohleausstieg

LINK 2- Statistik Kohlewirtschaft

LINK 3- Energieartikel Sächsische Zeitung

HINTERGRUND:

Erneuerbare Energien werden ihren Anteil ausbauen. Ihr Nachteil: Dieser Strom lässt sich (noch) nicht in nennenswerten Größenordnungen speichern, steht also nur zur Verfügung, wenn sich beispielsweise Windräder drehen oder die Sonne scheint. Es können Tausende Windkraftanlagen am Netz sein – bei Flaute liefern sie null Strom.

Ganz vom Netz geht bis 2022 die CO² neutrale Kernenergie, so hat es die Bundesregierung beschlossen weil in Japan ein Tsunami ein Kernkraftwerk zerstört hat- ein Fall den es in Deutschland nie geben würde! Bereits 2018 schließt die letzte Steinkohlezeche im Ruhrgebiet, im Saarland wird seit fünf Jahren keine Kohle mehr gefördert. Schon jetzt verbrennen die Steinkohlekraftwerke in Deutschland vor allem Importkohle, die unter anderem aus Südafrika, Australien und Kolumbien per Schiff nach Europa kommt. Damit auch Züge mit polnischer Steinkohle künftig schneller in Deutschland sind, wird derzeit die Bahnstrecke zwischen dem Grenzbahnhof Horka und Hoyerswerda zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert.

Die Braunkohle-Branche argumentiert, dass ihr Energieträger die Lücke schließen kann, welche die Kernenergie hinterlässt. Außerdem stünde nach dem Aus der deutschen Steinkohle ab 2018 vorerst kein weiterer heimischer Energieträger in ausreichender Menge rund um die Uhr zur Verfügung. Scheinbar scheuklappentragende Widersacher halten dagegen, dass die Stromversorgung schon jetzt auch ohne Braunkohle gewährleistet wäre – durch erneuerbare Quellen und notfalls durch Stromimporte. Fest steht: In den deutschen Revieren lagert noch genug Braunkohle für 200 Jahre – theoretisch. Praktisch soll die Förderung viel früher enden. Es wäre jedoch zu empfehlen dass die Betroffenen dringend mit einbezogen werden, zumal z.B. im Osten Deutschlands momentan keine Alternativen zur Braunkohleverstromung existieren also Tausende Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen!!!

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10 Comments on “35.Gedicht, Energiepolitik für Naive, ©Frank Sander, 14.11.2018

  1. Danke für diesen Beitrag. Natürlich sind die Arbeitsplätze ein wichtiger Faktor – besonders im Osten. Aber muss man deswegen jede Veränderung, die sowieso kommt, auch wenn wir sie nicht wollen, verteufeln?
    Sie schreiben in Ihrem Gedicht auch von Brennstoffzellen als Zukunfsvision. Und jetzt hat sich gerade die wachsende, schon jetzt stark Richtung Export orientierte Wasserstoffwirtschaft zu Wort gemeldet. Ihre Bitte: Ansiedlung in Kohlerevieren fördern und gesetzliche Hindernisse abbauen. Zentrale Botschaft: Unsere Firmen wachsen und haben Bedarf an Fachkräften aus der Kohleindustrie!

    Hier die – für mich selbst absolut erstaunlichen – Ergebnisse meiner Recherche:

    Windkraft-Anlagen-Betreiber haben angefangen, mit überschüssigem Strom H2 zu produzieren. Erste Tankstellen, die selber mit Öko-Strom ihr H2 herstellen, sind in Betrieb, weitere in Bau. Der Überschuss an Öko-Strom, der abgeregelt wurde, weil das Netz – unter anderem mit Braunkohle-Strom – dicht war, hätte 2015 ausgereicht, um 88.000t grünen H2 zu produzieren und damit 900.000 H2-Autos ein Jahr lang zu betreiben.

    Die Braunkohle liefert zwar derzeit noch gut 1/4 des Stroms, benötigt dafür aber nur 40% der vorhandenen Kraftwerkskapazität. Gleichzeitig exportiert Deutschland seit Jahren Strom in der Größenordnung des Jahresbedarfs von Portugal – überwiegend aus Kohlestrom! Und die vorhandenen Gaskraftwerke sind noch weniger ausgelastet als die Kohlekraftwerke.

    Wären die Kohlekraftwerke nicht gleichzeitig Lieferanten von Fernwärme, könnten einige davon sofort abgeschaltet werden. Und der Strom würde dadurch wahrscheinlich eher billiger als teurer, weil die verbleibenden Kraftwerke wirtschaftlicher arbeiten könnten. Letzteres gilt auch für die Kernenergie, die in der Zeit, da sie noch da ist, möglichst voll genutzt werden sollte, weil sich der Betrieb wirtschaftlich sonst nicht rechnet und für den Rückbau große Geldmengen benötigt werden. Das heißt, die Überkapazitãten und das Nebeneinander unterschiedlicher Systeme während der Übergangsphase machen deutschen Strom so teuer. Auch der massive Export hat den inländischen Strom vielfach verteuert.
    Wir haben einen sinkenden Verbrauch, unter anderem durch Energie-Einsparungen, immer mehr Privatpersonen und Betriebe, die sich eine eigene Stromversorgung mit Erneuerbaren aufbauen, Stromtankstellen, die ein Großteil ihres Bedarfs selbst herstellen, etc. So schnell kommt der Absatz von Batterie-Autos gar nicht hinterher, wie die Kapazitäten steigen.

    Die Regierung hat eine relativ konservative, Risiko minimierende Strategie. Sie duldet Überkapazitãten, um die Versorgung sicher zu stellen, wohl aber auch, um wichtige Akteure wie die Strom- und Autoindustrie nicht zu überfordern und ihnen Zeit für die Anpassung zu geben.
    Sie fördert konkurrierende Forschungsprojekte zur Speichertechnologie, zu H2-Speichern, verbesserten Elektrolzseuren etc. Sie bremst seit Jahren die Erneuerbaren, damit die Netze und der Markt hinterher kommen. Aber sie kann sich nicht leisten, 3 wichtige Zukunftsbranchen, von denen 2 schon heute mehr Arbeit schaffen

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    • So leicht ist es nicht wenn keine altetnative Industrie in der Lausitz existiert und so leicht ist es nicht wenn Kohlekraftwerke wie Boxberg die gerade für mehr als 1 Milliarde Euro als vollregelbare Blöcke aufgestellt worden einfach abgestellt werden sollen.

      Zudem ist CO 2 gar kein Gift sondern der Grundstoff allen Lebens …hier sind Laien am Werk welche anscheinend nicht mitkriegen dass wir die rund 170 Milliarden die uns der vorzeitige Ausstieg Kosten wird unbedingt für Robotik und Digitalisierung gebraucht hätten.

      EIN Englischer Wissenschaftler als Deutschland als irre Hippie Republik bezeichnet weil es vorwiegend nur noch emotional unterwegs ist aber als Moralist gar nicht die Mittel in der Hand hat die Dinge allein zu wenden.

      Da passt noch das neue Frauenwahlrecht(Emotion!!auf Dauer !=sinnlos) sowie das Bashing auf die 900.000 Arbeitskräfte fassende deutsche Auto -Industrie hinzu.

      Deutschland in der Winternacht ach was hab ich doch gelacht.

      Wie will man mit den USA und China mithalten wenn man so viel Geld dafür einen vorzeitigen Rückbau bezahlt.Die Gelbwesten warten schon und die Kraft des in schleichender Enteignung befindlichen deutschen Volkes.

      Mit freundlichen Grüssen

      Frank Sander

      Hatte leider nur 20 Minuten Zeit

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      • Sorry, ich wollte Sie nicht beleidigen oder Ihren Standpunkt abwerten. Das, was Sie sagen, ist wichtig. Aber ich denke, der Kohleausstieg – wenn er denn genau so kommt – dauert 20 Jahre! Und es gibt etliche Kraftwerke, die nicht super neu sind und auf dem besten Stand. Was spricht dagegen, die möglichst bald loszuwerden? Es gibt derzeit so viele Entwicklungen, die parallel laufen und sich gegenseitig beeinflussen. Die Zukunft ist am Ende immer etwas anders, als man sich das denkt. Vor 20 Jahren glaubte man, der Strommarkt mit vielen kleinen Akteuren sei instabil. Inzwischen sind die kleinen Akteure, die dazu beitragen, die Netze zu stabilisieren. Stadtwerke und Großanbieter fördern daher PV-Anlagen für die Kunden. Früher gab es das Geschäftsmodell nur bei Greenpeace Energy & Co.
        Wenn die deutschen Autobauer nicht anfangen, E-Autos auf den Markt zu bringen, die auch gekauft werden, dann machen es in wenigen Jahren die Chinesen. Die Londoner E-Busse werden schon von chinesischen Firmen gebaut.
        Wir sind nicht allein auf der Erde! China hat Batterie-Autos zur Staatsdoktrin erhoben, Japan die H2-Technologie. Korea steht dazwischen und Indien baut die erste Giga-Faktory. Saudi-Arabien, die Emirate und Katar investieren in Erneuerbare. Davon profitieren auch deutsche Forscher und Firmen. Selbst Ägypten ist in dieser Richtung unterwegs.

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      • Nur kurz .weil ich gleich den Ort wechsle :das E-Auto könnte eine Sackgasse werden weil es überhaupt nicht Umwelt gerecht ist (riesige giftige Batterien) und einen schlechten Wirkungsgrad hat Leitungsverluste.
        Für uns könnte eher das Wasserstoffauto der Favorit sein..Dort überholen wir die Chinesen ohne Sie einzuholen…sie im ben Elektro aber ich wassererzeugende Verbrenner dieser Qualität MfG Frank Sander ..habe Abends ggg Zeit ausführlicher zu kommentieren

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      • Danke für die Antwort! In Sachen H2 bin ich ganz Ihrer Meinung – und ich habe den Eindruck, dass unsere Autoindustrie da schon unterwegs ist. Wussten Sie, dass Daimler inzwischen Brennstoffzellen-Kraftwerke für Rechenzentren plant? Bin durch Zufall darauf gestoßen ;}

        CO2 wäre kein Problem, wenn wir genug davon aus der Atmosphäre fischen würden, um es für nützliche Dinge zu verwenden. Oder wenn wir genug Bäume hätten, die CO2 brauchen. Deshalb gibt es solche Öko-Idioten, wie manche sie nennen würden, die Millionen Bäume pflanzen. Auch China gehört dazu!
        Denn leider ist es auch mit den besten Dingen so, dass sie gefährlich werden, wenn es zuviel davon gibt. O2 zum Beispiel ist lebensnotwendig. Aber wenn es zuviel davon gäbe, würden wir sterben!

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      • Habe gerade Jemanden von Linde getroffen dem wohl grössten Hersteller für technische Gase weltweit.
        So wie es aussieht gibt es bereits gute Absprachen mit BMW UND das super Beispiel des H2 ÖPNV in München.
        Der Bekannte sagte das der Linde Chef früher Entwicklungschef bei BMW war und es insofern beste Voraussetungen gibt.
        Das mit den Daimler Aktivitäten ist auch mehr als bemerkenswert!Die Sachsen wollen jedenfalls Entwickljngszentren für verschiedene Antriebssysteme errichten ..Melde mich ggg später noch mal.MfG Frank Sander

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      • Linde ist am Aufbau von H2-Tankstellen in Deutschland und Europa beteiligt 😉
        Leider benutzen sie nicht das umweltfreundlichste und innovativste Design. Aber dafür kommen sie in der Masse allmählich voran.

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      • Die Sache mit Chemnitz ist auch interessant! Derzeit begegnen mir fast täglich Hinweise auf Forschungsprojekte zu Details der H2-Wirtschaft, der Energiewende etc, verteilt über das gesamte Bundesgebiet, diverse Firmen, Hochschulen und Start-ups. Absolut spannend!

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  2. als die Kohle, zu gefährden. Denn PV, Windkraft und H2-Industrie sind Exportschlager. Wenn sie im heimischen Markt nicht mehr genug Aufträge haben, verlieren sie ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit.

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  3. Die gesamte Öko-Bewegung ist die größte Lügen-Bewegung seit 1945. Es wird befürchtet, gemutmaßt und gejammert, daß sich die Balken biegen. Wir sind zu leicht manipulierbar, was nur all-
    zu deutlich zeigt, daß wir aus unserer bitteren Vergangenheit nichts gelernt haben. Die Öko-Bewegung wird nicht hinterfragt, nie auf den Prüfstand gestellt. Die Freitagsdemonstrationen unserer Schüler ist nichts anderes als kriminelle Schulschwänzerei, die deftig geahndet werden muß. Die Schüler mißbrauchen das Demonstrationsrecht! Und zum Schluß: Sämtliche Umweltorganisationen sind Krebsgeschwüre, die beseitigt werden müssen, insbesondere die Deutsche Umwelthilfe.

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